Masern
Masern-Fälle in Deutschland 2001 bis Februar 2015

Quelle: Epidemiologisches Bulletin 10/2015, rki.de

Die Masern: Die Pockenviren konnten durch weltweite Impfmaßnahmen bereits ausgerottet werden. Bei den Polioviren (Kinderlähmung) ist dieser Erfolg mittlerweile greifbar nahe. Und auch die Eliminierung der Masernviren erscheint möglich. Allerdings nur durch einen konsequenten Impfschutz bis zur Ausrottung. Wo der nicht besteht, kann es leicht zu Masernausbrüchen wie dem aktuellen in Berlin (2015) kommen. Auslöser kann eine Viruseinschleppung durch nichtgeimpfte Migranten sein. Grundlage für die schnelle Weiterverbreitung der Infektion sind mangelnde Durchimpfungsraten aufgrund von Impfmüdigkeit (mit dem Verschwinden der Krankheit schwindet auch das Schutzbedürfnis) oder Impfgegnerschaft. Ob wir tatsächlich (vermeidbare) Krankheiten benötigen, um uns gesund zu entwickeln (wie von Impfgegnern immer wieder behauptet wird), muss bei unvoreingenommener Sichtweise stark bezweifelt werden. Der radikale Impferfolg gegen Pocken und (bis auf wenige Gebiete weltweit) Kinderlähmung hat unserer Lebenserwartung jedenfalls nicht geschadet. hg

WISSENSWERT:   MASERN

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März 2015   

Berliner Impfbeirat

Aufruf zur vorgezogenen Säuglingsimpfung

Der Berliner Impfbeirat ruft aufgrund des anhaltenden Masern-ausbruchs dazu auf, Säuglinge bereits mit 9 statt wie üblich empfohlen mit 11 Monaten gegen Masern impfen zu lassen. "Auch wer ein Baby auf den Arm nimmt, muss gegen Masern geschützt sein!", heißt es auf der entsprechenden Webseite der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Dort sind auch 10 wichtige Punkte zum Thema Masern und Impfung aufgelistet.

Die Zahl der Masern-Fälle ist bereits auf über 900 gestiegen (Stand: März 2015). Nach Angaben des Robert Koch-Institus (RKI) wurden neben der Berliner Masernwelle 30 weitere Ausbrüche in elf anderen Bundesländern gemeldet.


Debatte um Impfpflicht

Impfen: Freiheit zur Verantwortung

Nach dem Tod eines Anderthalbjährigen in Berlin ist die Debatte um die Impfpflicht neu entbrannt. Die Politiker melden sich zu Wort. Das Übliche. Seit Oktober sind nach Behördenangaben mittlerweile fast 600 Menschen in der Hauptstadt an Masern erkrankt. Mehr als ein Viertel von ihnen muss im Krankenhaus behandelt werden. Im Jahr 2013 sollen nach Angaben der WHO weltweit stündlich 16 Menschen an dieser Infektionskrankheit gestorben sein. Dabei könnten die Masern (wie die Pocken) ausgerottet werden, wenn sich mindestens 95% der Bevölkerung dagegen impfen ließe. Freiwillig, versteht sich. Nicht der Zwang, sondern das (mit-) menschliche Verantwortungsgefühl sollte die Grundlage dafür sein. 

Gute Argumente fürs Impfen hat Heike Le Ker in einem Beitrag auf spiegel.de zusammengestellt.

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Merkblatt Masern

Was tun bei Masern-Verdacht?

Bei Verdacht auf eine Masernerkrankung müssen Kita- und Schulkinder zuhause bleiben und die Eltern die entsprechende Einrichtung darüber informieren. Lehrer, Erzieher oder andere

Bezugspersone mit Masern oder dem Verdacht darauf, dürfen keine

Betreuungstätigkeit in Kindergemeinschaftseinrichtungen ausüben.

Verdacht, Erkrankung und Tod an Masern sind meldepflichtig. All das schreibt das Infektionsschutzgesetz vor.

Weitere Informationen, auch zu Übertragungswegen, Symptomen, Behandlungs- und Schutzmaßnahmen gegen Masern (und andere Infektionskrankheiten) enthalten die Merkblätter, die Gesundheits- ämter üblicherweise auf ihren Webseiten zum Download anbieten (sollten). In diesem Fall ist es das Gesundheitsamt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.

Merkblatt Masern (PDF; 24,6 KB)


Impfung

Soll man sich auch als Erwachsener gegen Kinderkrankheiten impfen lassen?

Ja. Auch vor Erwachsenen machen die sogenannten Kinderkrankheiten nicht Halt. Der Erkrankungsverlauf ist dann teilweise deutlich schwerer als bei den Kleinen. Die Impfung schützt vor diesem Risiko – für sich selbst und für Andere.

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Impfen – ja oder nein?

Zwischen Geldmacherei und falschem Idealismus

Kaum ein Thema in der (Kinder-) Heilkunde wird so kontrovers diskutiert wie das Impfen. Dabei handelt es sich – im Gegensatz zu vielen anderen medizinischen und alternativen Methoden – eigentlich um keine Glaubensfrage. Jedenfalls dann nicht, wenn man die, von verschiedenen Interessen bereinigten, Fakten berücksichtigt.

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Kurz zusammengefasst

Was sind die Masern?

Die Masern sind im Gespräch. Der Anlass ist traurig, bietet aber die Chance, künftiges Leid zu verhindern: Wenn das Wissen um die Masern, ihre potenzielle Gefährlichkeit und ihre Vermeidbarkeit auch nach dem Medien-Hype anhält.

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Selten gewordenes Krankheitsbild

Wie verläuft eine Masern-Infektion?

Die Masernerkrankung hat einen charakteristischen Krankheits-verlauf mit grippeähnlichem Vorstadium und anschließendem Hautausschlag. Das früher häufige Krankheitsbild wird dort, wo konsequent geimpft wird, kaum noch gesehen.

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Weitere Fragen und Antworten:

Wann ist eine Masern-Erkrankung nicht mehr harmlos?

Wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt, wenn es die Masern hat?

Wie kann ich meinem Kind bei einer Masernerkrankung helfen?

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