Gesundheit im Wahlkreis 5 Kiel

[Gesundheit im Wahlkreis] Kiel: Der Bundestagswahlkreis 5 mit 205.216 Wahlberechtigten (2013) liegt in Schleswig-Holstein und umfasst die Stadt Kiel sowie die zum Kreis Rendsburg-Eckernförde gehörigen Gemeinden Kronshagen und Altenholz.

Fundstelle zum Thema "Gesundheit":

Gesundheitskonferenz

Im Jahr 2009 gab es einen Beschluss des Ausschusses für Soziales, Wohnen und Gesundheit, in den Sozialräumen mit der höchsten gesundheitlichen Problemdichte, Gaarden und Mettenhof, jeweils eine kleinräumige Gesundheitskonferenz durchzuführen.

Als Vorbereitung für die Durchführung einer Gesundheitskonferenz wurde eine Bestandsaufnahme der Gesundheitsangebote in Gaarden durchgeführt, sowie die Sozialstrukturdaten und bisherigen Fachplanungen der verschiedenen Ämter zusammengeführt.

Am 16. März 2011 fand die erste Gesundheitskonferenz für Kiel-Gaarden statt. Es kamen Fachleute aller wichtigen Einrichtungen in Gaarden zusammen, um Lösungen für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in diesem Stadtteil zu erarbeiten. Aus der vorangegangenen Bestandsaufnahme hatten sich dabei die Themenschwerpunkte Familien mit Kindern bis 3 Jahre, Menschen mit psychiatrischen Problemen (inkl. Abhängigkeit) und SeniorInnen 60+ ergeben. Zu den drei Themenbereichen hat sich je eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der konkreten Umsetzung der Ziele befassen soll.

Die obersten Ziele der Arbeitsgruppen sind:

  • AG „Familien mit Kindern bis 3 Jahre“: Elternbeteiligung
  • AG „Menschen mit psychiatrischen Problemen (inkl. Abhängigkeit)“: Aufbau eines Kompetenzzentrums und einer Datenbank
  • AG „Seniorinnen und Senioren 60+“: Gesundheitsdaten der Kieler Seniorinnen und Senioren

 

Fakten zum Erfolg bzw. Ergebnisse dieser Maßnahme:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fakten zum Gesundheitszustand im Wahlkreis:

In welchem Alter sterben die Menschen in Kiel?

  • Die Kieler Sterblichkeit zeigt den typischen altersspezifischen Verlauf: von hohen Werten im ersten Lebensjahr, sinkt sie im Alter von 1-29 auf ein Minimum. Ab 35 Jahren steigt sie überproportional an. Die Männersterblichkeit ist in jeder Altersgruppe höher als die Frauensterblichkeit (Ausnahme: bei den 5-9jährigen Kindern ist sie fast identisch).
  • Die Sterblichkeit innerhalb der ersten 7 Lebenstage und im ersten Lebensjahr ist in Kiel, insbesondere bei den Jungen, relativ hoch. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 6 je 1.000 Lebendgeborenen, die Perinatalsterblichkeit (Totgeborene und innerhalb von 7 Tagen Verstorbene) liegt bei knapp 8 je 1.000 Lebend- und Totgeborene.
  • 30% der Männer, aber nur 13% der Frauen sterben vorzeitig, d.h. unter 65 Jahren.

 

Welche Handlungsempfehlungen lassen sich ableiten?

  • Um messbare Ziele und konkrete Maßnahmen zur Verringerung der vorzeitigen Männersterblichkeit, der Säuglingssterblichkeit sowie der Herzkreislauf- und Krebssterblichkeit einleiten zu können, bestehen in Kiel noch strukturelle und Informationsdefizite.
  • Es fehlt ein Gesamtkonzept der Gesundheitsförderung in Kiel, das alle Gesellschaftsbereiche (innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung) mit einbezieht. Wünschenswert wäre die z.B. Einrichtung einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe, einer Gesundheitskonferenz und die Förderung des Bürgerengagements.
  • Dringend erforderlich ist der Aufbau einer Datenbasis zur kleinräumigen (sozialraumorientierten) Analyse der Todesursachen, diverser Risiko- und gesundheitsförderlicher Faktoren in Kiel sowie eine Bestandsaufnahme der vielfältigen Gesundheitsförderungsmaßnahmen in verschiedenen Bereichen.
  • Zur systematischen Verbesserung der Gesundheitssituation in Kiel, sollte bei Kindern und Jugendlichen angesetzt werden. In diesem Alter zeigen sich bereits deutliche Geschlechtsunterschiede bzgl. des Gesundheitszustandes und -verhaltens. Der nächste umfangreiche Kieler Gesundheitsbericht sollte das Thema Kindergesundheit bearbeiten.

 

Fazit:

  • Gesundheitsförderung muss zielgruppengerecht gestaltet und gestärkt werden.
  • Da die häufigsten Diagnosen vermeidbare Erkrankungen sind, können Präventionsangebote dazu beitragen, diese zu reduzieren.
  • Bürgerbeteiligungsprozesse sollten installiert bzw. ausgebaut werden.
  • Kielweite Datenerhebungen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen sind wünschenswert.
  • Verbesserung der kommunalen Zusammenarbeit zwischen Ämtern und auch freien Trägern ist anzustreben.
  • siehe auch oben

 

Bewertungen: -

Quellen: kiel.de / de.wikipedia.org

 

 

Ernährungs- und Bewegungsverhalten bei Menschen über 60: Datenlage in Kiel-Gaarden
 Über 60-Jährige: Vermeidbare Erkrankungen bilden die häufigsten stationären Fälle

Ernährungs- und Bewegungsverhalten bei Menschen über 60: Datenlage in Kiel-Gaarden

Über 60-Jährige: Vermeidbare Erkrankungen bilden die häufigsten stationären Fälle

Kommunaler Vergleich der allgemeinen Sterblichkeit 2004

Kommunaler Vergleich der allgemeinen Sterblichkeit 2004 (SMR = Standardisierter Mortalitätsindex / standardized mortality ratio)

Gesundheit im Wahlkreis 5 Kiel

Quelle: kiel.de (Screenshot)

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