Gesundheit im Wahlkreis 21 Hamburg-Nord
Gesundheit im Wahlkreis 21 Hamburg-Nord

Quelle: hamburg.de/hamburg-nord (Screenshot)

[Gesundheit im Wahlkreis] Hamburg-Nord: Der Bundestagswahlkreis 21 mit 211.825 Wahlberechtigten (Stand 2013) liegt in Hamburg und umfasst vom Bezirk Hamburg-Nord die Stadtteile Alsterdorf, Eppendorf, Fuhlsbüttel, Groß Borstel, Hoheluft-Ost, Langenhorn, Ohlsdorf und Winterhude sowie vom Bezirk Wandsbek die Stadtteile Bergstedt, Duvenstedt, Hummelsbüttel, Lemsahl-Mellingstedt, Poppenbüttel, Sasel, Wellingsbüttel und Wohldorf-Ohlstedt.

Fundstelle zum Thema "Gesundheit":

Gesunde Kinder

Früherkennung von Hörproblemen bei Kita-Kindern

Bei Untersuchungen von Kindern im Vorschulalter fallen immer häufiger Kinder mit Störungen in der Sprachentwicklung und dem Sprachvermögen auf. Eine mögliche Ursache kann eine Hörstörung sein, weshalb Früherkennung und Diagnostik von Hörstörungen so wichtig sind. Ziel ist es, so früh wie möglich mit einer individuellen Therapie und Förderung zu beginnen, um diesen Kindern gute Entwicklungsmöglichkeiten in allen Bereichen und damit einen guten Start ins Schulleben bieten zu können.

 

Ziel

Die Kindertagesstätten sind wichtige Multiplikatoren. Angebote in den dortigen Räumen sind äußerst niedrigschwellig und werden da-her gut angenommen. Durch die sozialpädagogische Beratung wollten wir erreichen, dass die Kitas, die täglich mit den Eltern Kontakt haben, Informationen zu Hilfs- und Förderan-geboten für Kinder mit Auffälligkeiten in den Bereichen Hören, Sprechen, Sehen und Bewegen an die Familien weitergeben. Die Flyer unserer Dienststelle sollten angeboten werden. Die Untersuchung des Hörvermögens bei hör- und sprachauffälligen Kindern und die Weitergabe der Ergebnisse an die Eltern hat das Ziel, diese Kinder auf kurzem Weg einer geeigneten Therapie zuzuführen. Außerdem erhalten die Eltern eine Diagnostik und Beratung durch das Beratungszentrum.

 

Durchführung

Das Projekt wurde in den Kitas Wördemannsweg, Jungborn, Försterweg, Schwarzenbergstraße, Bissingstraße, Vizelinstraße und Furtweg durchgeführt. Die Sozialpädagogin beriet die Mitarbeiterinnen der Kitas über das Beratungszentrum, zu Frühförderung, Kita-Gutschein und themenbezogenen Fragen. In einem ruhigen Raum führte eine Fachassistentin mit Unterstützung der Sozialpädagogin bei den Kindern die Hörtests durch. 3 Tests pro Kind, zwei kurze objektive Verfahren, bei denen keine aktive Mitarbeit des Kindes notwenig ist und die Audiometrie (Bestimmung der Hörschwelle) über Kopfhörer.

 

Untersucht wurden insgesamt 84 Jungen und Mädchen im Alter von 4 bis 6 Jahren. Davon waren 49 Jungen (61 %) und 35 Mädchen (39 %).

Von 84 Kindern hatten 29 % der Kinder keine Geschwister, 37 % ein Geschwisterkind, 23 % zwei Geschwister und 12 % drei weitere Geschwister.

In den besuchten Kitas wurden Kinder verschiedenster Nationen betreut. Von den 84 Kindern waren 25 % deutsch und 75 % verteilten sich auf andere Länder mit folgenden Sprachen: Türkisch, Deutsch-Türkisch, Thailändisch, Afghanisch, Gambisch, Nepalesisch, Pakistanisch, Chinesisch, Polnisch, Mazedonisch, Jordanisch, Ägyptisch, Russisch, Afrikanisch, Französisch und Albanisch.

 

Ergebnisse

Von den 49 Jungen zeigten 12 Jungen einen hörauffälligen Befund (25 %). Von den 35 Mädchen wiesen 7 Mädchen einen hörauffälligen Befund auf (20 %).

Die Kinder mit hörauffälligem Befund zeigten eine Mittelohrproblematik. Die Mittelohrschwerhörigkeit, die sogenannte Schallleitungsschwerhörigkeit, wurde durch die objektiven Verfahren der Tympanometrie (Messung des Mittelohrdrucks) und der Messung der otoakustischen Emissionen (Messung der Innenohrfunktion) sowie der subjektiven Tonaudiometrie (Messung der Hörschwelle nach Angaben des Kindes) diagnostiziert.

Die Eltern erhielten das Hörtestergebnis ihres Kindes mit dem Hinweis auf einen auffälligen Befund und der Bitte, das Kind bei einem Kinderarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder in der Hörabteilung des Beratungszentrums zur Kontrolle vorzustellen. Außerdem erhielten die Eltern durch die Kita Informationsmaterial über

das Beratungszentrum sehen|hören|bewegen|sprechen und dessen Hilfsmöglichkeiten.

Gesunde Kinder Nr. 8 Ausgabe August 2012 (PDF; 1,15 MB)

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Fakten zum Erfolg dieser Maßnahme:

Nach den Besuchen in den Kitas meldeten sich vermehrt Eltern zur Hördiagnostik mit ihren Kindern. Außerdem war eine erhöhte Anzahl von Anrufen und Nachfragen sowohl in der Sprachabteilung als auch in der Hörabteilung zu registrieren. Dies ist ein sehr erfreuliches Resultat unserer Öffentlichkeitsarbeit und zeigt, wie wichtig die Information und Aufklärung unter anderem in Kindertageseinrichtungen ist.

Dr. Birgit Borck

Landesärztin für Hörbehinderte im Beratungszentrum sehen|hören|bewegen|sprechen

 

 

 

Fakten zum Gesundheitszustand im Wahlkreis: s.o.

Bewertungen: keine

 

Quellen: hamburg.de/hamburg-nord; de.wikipedia.org

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