Gesundheit im Wahlkreis 33 Diepholz – Nienburg I

Quellen: diepholz.de; lk-nienburg.de; nienburg.de (Screenshots)

[Gesundheit im Wahlkreis] Diepholz – Nienburg I: Der Bundestagswahlkreis 33 mit 193.114 Wahlberechtigten (Stand 2013) liegt in Niedersachsen und umfasst den Landkreis Diepholz und vom Landkreis Nienburg/Weser die Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Uchte.

Fundstelle zum Thema "Gesundheit":

Strategisches Ziel für 2012 und Folgejahre

Familiengesundheit Ausbau der Prävention und Gesundheitsförderung

 

 

 

 

 

Auf der Website des Landkreises Diepholz findet sich ein Dokument mit dem Titel "Strategische Ziele für 2012 und Folgejahre" zum Download. Erstellt hat es der Fachdienst Kreisentwicklung, die Ziele wurden vom Kreisausschuss am 20.10.2011 beschlossen. An Nr. 22 (von 26) rangiert die Familiengesundheit mit dem Ausbau der Prävention und Gesundheitsförderung. Dazu wurde Folgendes festgehalten:

Handlungsbedarf

Wo liegen die Herausforderungen? Was soll erreicht werden?

  • Die Lebenserwartung sozial Benachteiligter ist signifikant niedriger, ihr Erkrankungsrisiko höher.
  • Eine Schlüsselrolle hat der systematische Ausbau von Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation
  • deutlich geringere Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen in bildungsfernen Familien
  • Veranlassen, unterstützen und koordinieren präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen.
  • Schutz und Förderung der Gesundheit von Kindern sowie sozial Benachteiligter
  • Frühzeitige Erkennung von Entwicklungsdefiziten

Geplante Beiträge der Organisationseinheiten

  • Gesundheitsberichterstattung
  • Ausweitung von flächendeckenden Untersuchungen auf Problembereiche
  • Betriebsärztliche Sprechstunden in Schulen
  • Aufnahmeuntersuchungen in Kindergärten
  • Entwicklung und Initiierung neuer Angebote
  • Ausweitung von flächendeckenden Untersuchungen in speziell definierten Bereichen
  • Informationen von Bevölkerungsgruppen zum Thema Schutzimpfungen (z. B. Kinder, Jugendliche, Reisende)
  • Organisation von Impfaktionen z.B. in Schulen, Angebot einer Impfsprechstunde
  • Schutz vor Infektionskrankheiten durch eigenes Verhalten (z.B. Hygienemaßnahmen bei Influenza, Sexualverhalten, TBC, Umgang mit Lebensmitteln
  • Pandemievorsorge (Information, Vorratsplanung, Verhaltensschulung)
  • Angebote zur Aufklärung in der Gesundheitsbildung (LLL)

Quelle: "Strategische Steuerung 2012" (PDF; 182 KB)

Fakten zum Erfolg dieser Maßnahmen: keine

Fakten zum Gesundheitszustand im Wahlkreis:

Gesundheitsbericht (2009)

Fit in Klasse 5

Herausgegeben vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes Landkreis Diepholz

Vorwort:

Wie bereits in den vergangenen Jahren, haben die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes, auch 2009 in allen fünften Klassen des gesamten Landkreises „Fit in Klasse 5“ durchgeführt. Es wurden über 2000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10-12 Jahren in 28 Schulen erreicht. Aus den ermittelten Daten lassen sich statistische Aussagen zusammenfassen, die eine allgemeine Lage, oder auch örtliche Besonderheiten beschreiben. Der individuelle Nutzen für die teilnehmenden SchülerInnen besteht beispielsweise in der Erkennung von Impflücken oder einer behandlungswürdigen Sehschwäche.

Vergleichbar zu den Vorjahren finden sich auch in der Auswertung des Jahres 2009 überproportional viele Auffälligkeiten in den Haupt- und Förderschulklassen. Diese Zahlen entsprechen der objektiven Auszählung und sind in keinster Weise als Kritik an den betreffenden Schulen oder Eltern zu interpretieren. Sie zeigen aber, in welchen Bereichen vordringlich Verbesserungen angestoßen werden könnten.

Besonders deutlich wird dies im Bereich der sportlichen Aktivität. Hier zeigt sich ein Bedarf an zusätzlichen Angeboten in einigen Gemeinden, landkreisweit aber vor allem in den Haupt- und Förderschulklassen. Hier wäre also eine zusätzliche Sportstunde im Stundenplan oder als AG-Angebot sicher sinnvoll. Auch scheint es teilweise an attraktiven Angeboten für Mädchen und für übergewichtige Jugendliche zu mangeln. Da insbesondere in den Haupt- und Förderschulen viele SchülerInnen offensichtlich nicht zu Hause frühstücken, wäre die Möglichkeit eines Schulfrühstücks gerade in diesen Schulen vielleicht erwägenswert.

Rückläufige Durchimpfungsraten gegen Tetanus und Diphtherie zeigen möglicherweise eine gewisse, gefühlte Sicherheit, da diese Erkrankungen seit langem nicht mehr im Focus der Öffentlichkeit stehen. Die Notwendigkeit der Schutzimpfung besteht aber auch unter besten intensivmedizinischen und hygienischen Bedingungen ungebrochen weiter.

Weiterhin sind viele Kinder und Jugendliche übergewichtig oder sogar krankhaft übergewichtig. Auch wenn die Berechnung des Body-Mass-Index allein natürlich keine individuelle Risikoanalyse darstellt, unterstreicht doch die große Anzahl betroffener SchülerInnen die Wichtigkeit und Aktualität dieses Themas. Hauptzielgruppe sollten hier (entsprechend der Zahlen) ebenfalls die SchülerInnen der Haupt- und Förderschulen, insbesondere nicht-deutschstämmige Kinder sein.

 

 

 

 

 

 

Bewertungen: keine

Quellen: diepholz.de; lk-nienburg.de; nienburg.de; de.wikipedia.org

Familiengesundheit als Strategisches Ziel des Landkreises Diepholz

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